• Jürgen Röck

Schätzmethoden für die agile Entwicklung.

Als ich als Entwickler anfing, lautete die übliche Schätzungsformel - alles Geschätzte mal drei. Ausnahmsweise war die Entwicklung in meiner Anfangszeit eine Kunst :-), aber vorsichtigere Schätzungsmodelle waren noch nicht weit verbreitet. Heute, mehr als 20 Jahre später, stehen uns alle möglichen Schätzungsmodelle und -methoden zur Verfügung. Was aber nach wie vor unabdingbar ist, ist zu wissen, welcher Aufwand für die erfolgreiche Umsetzung einer User Story erforderlich ist. Insbesondere bei allen Lieferoptionen, von der reinen Entwicklung über Entwicklung und Betrieb bis hin zu DevOps und darüber hinaus, ist es wichtig, die erforderliche Kompetenzkonfiguration zu verstehen. Ihr Spiegelbild ist die Work-Breakdown-Struktur (WBS). Alle Makroaufgaben müssen berücksichtigt werden; wie wird die Arbeit ausgeführt, welcher Aufwand, welches Risiko und welche Puffer werden hinzugefügt und welche funktionsübergreifenden Aufgaben müssen berücksichtigt werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Definition of Done (DOD) erreicht werden kann und die Schätzung sowie die Qualifikationslücken gemildert werden. Der Projektstrukturplan bietet nicht nur mehr Klarheit über den Aufwand, sondern ist auch ein hervorragendes Kommunikationsinstrument, um die erforderlichen Arbeiten und Kosten zu veranschaulichen. Es sind nicht nur Dev und QA, die liefern, sondern auch Ops, PO Work, Scrum-Master und so weiter, die benötigt werden, und deren Kosten müssen übernommen werden.